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Aus dem Leben von «Ame’s Ueli»

Ammans Vermächtnis lebt weiter. Das erfolgreiche Musiktheater um den Toggenburger Instrumentenbauer Ulrich Ammann wird wieder aufgeführt. Am Donnerstag, 28. Oktober, findet um 20.15 Uhr im Toggenburgerhof in Kirchberg eine Lesung mit Bildern und Musik über die faszinierende Persönlichkeit «Ulrich Ammann» statt

Toggenburger Höhenflüge schon im achtzehnten Jahrhundert
Dass der Name Ammann heute in aller Leute Mund ist, ist eine erfreuliche Tatsache. Weniger bekannt sein dürfte, dass seit den 90er Jahren des 18. Jahrhunderts Menschen aus ganz Europa auf Ammann-Klarinetten und -Flöten musizierten. Sie stammten aus der Manufaktur von Ulrich Ammann aus dem Toggenburg. Kaum ein anderer Instrumentenbauer aus seiner Zeit hat mit soviel Liebe zum Detail Flöten, Klarinetten, Fagotte und Tasteninstrumente aller Art gebaut und weiterentwickelt. Seine originellen und wohlklingenden Wanderstockinstrumente gelten unter Sammlern als beispiellose Meisterwerke. Heute finden sich seine Instrumente in namhaften Museen und Privatsammlungen der Welt.

Am nächsten Donnerstag findet im Toggenburgerhof in Kirchberg SG ein abwechslungsreiches Referat statt. Musiker Peter Roth leitet mit amüsanten Erzählungen durch das Leben des Instrumentenbauers, die junge Hackbrettformation «Trio Malefiz» spielt Musik dazu und Schauspieler Daniel Kasztura liest aus dem Monolog von Rea Brändle. Das Ganze wird untermalt durch Projektionen von Bildern erhaltener Instrumente.

Donnerstag, 28. Oktober. Kirchberg (SG), Toggenburgerhof, Beginn 20.15 Uhr
Texte, Bilder, Musik «Aus dem Leben des Toggenburger Instrumentenbauers Ueli Ammann»
Mitwirkende: Daniel Kasztura, Peter Roth, Stefan Gubler, «Trio Malefiz»

Eintritt frei – Kollekte


Musiktheater und Instrumentenausstellung im November in Alt St. Johann
Im Jahre 2002 – zum 850. Geburtstag der Gemeinde – schrieben Peter Roth (Musik) und Rea Brändle (Text) das Musiktheater «Ammanns Vermächtnis». Es erzählt die faszinierende Lebensgeschichte des 1766 in eine einfache Bauernfamilie geborenen Autodidakten. Trotz seiner zunehmenden Erfolge blieb Ames Ueli dem Toggenburg mit seinen Menschen verbunden. Sein Vermächtnis zeugt davon. Im Stück von Rea Brändle sehen wir ein Werkstatt-Gespräch mit Ulrich Ammann. TeilnehmerInnen sind drei Chöre, die Musiker und ihre Instrumente, die Orgel, die Werkzeuge… und das Publikum.

Der Erfolg 2002 war gross – die Vorstellungen ausverkauft. Ab 12. November 2010 wird das Stück wieder aufgenommen, teilweise mit dem alten Ensemble. Unter der Regie von Daniel Kasztura und der musikalischen Leitung von Matthias Ammann bringt Krishan Krone als Ulrich Ammann den Besucherinnen und Besuchern ein Stück Zeitgeschichte näher. Musikalisch wird er unterstützt vom Jodelclub Thurtal, dem evangelischen Kirchenchor Alt St. Johann, einem Ad-hoc Mädchenchor und verschiedenen Instrumentalisten. Als Höhepunkt des Musiktheaters wird Klarinettist Franco Mettler eine Original-Stockklarinette des Instrumentenbaumeisters zum Klingen bringen.
Nachforschungen in den letzten Jahren haben zahlreiche Instrumente ans Tageslicht gebracht und die erstaunlichen Leistungen des Toggenburger Instrumentenbauers Ulrich Ammann bestätigt. Neben dem Musiktheater in der evangelischen Kirche werden in einer Ausstellung im Kreuzgang der Propstei Alt St. Johann viele Instrumente vom grossen Meister Ammann zu sehen sein.

Weitere Informationen unter www.ammannsvermaechtnis.ch

Datum: 22.10.2010 08:00

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Unter dem Namen „KlangWelt Toggenburg“ werden seit 2003 Aktivitäten und Angebote zusammengefasst, welche die wichtigsten Formen der Musikkultur zwischen Säntis und Churfirsten in der Ostschweiz vermitteln: den Naturjodel, den Alpsegen, die Schellen als Elemente der Alpkultur und das Hackbrett als naturtöniges Saiteninstrument in der Tanzmusik. Kennzeichnend für diese einzigartige, in der einheimischen Bevölkerung stark verwurzelte Klangkultur sind die untemperierten Naturtöne, welche überraschende Verbindungen zu anderen Musikkulturen in Europa, Afrika und Asien herstellen. Gerade solche Brückenschläge zwischen lokaler und fremder Kultur, aber auch die Spannungsverhältnisse zwischen Tradition und Avantgarde, zwischen Spiritualität und Alltäglichkeit, zwischen freiem Experiment und strenger Form machen die Lebendigkeit von KlangWelt Toggenburg aus. KlangWelt Toggenburg bietet vielfältige Erlebnisse zum Thema Klang in Klangkursen, auf dem Klangweg, bei Klangfestivals und Konzerten, mit Klangwellness, in der Klangschmiede und in ein paar Jahren auch im Klanghaus am Schwendisee.