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Jodler treffen sich: Muotatal steht im Mittelpunkt

Zweites internationales Jodelsymposium findet am Samstag, 28. Mai 2011 in Altdorf (URI) statt. Es ist dem Muotataler Naturjuuz gewidmet. Eigenarten des Muotataler Juuz sind die archaisch rufende Stimmgebung, der Gebrauch von Naturtönen und die Interpretationen der Sängerinnen und Sänger.

Jodeln liegt im Trend. Das von Nadja Räss und Stephan K. Haller initiierte Jodelsymposium beleuchtet die regionalen Hintergründe und Unterschiede des Jodelns. Das letztjährige Jodelsymposium im Toggenburg war inhaltlich und organisatorisch ein voller Erfolg. Das zweite Jodelsymposium mit Referaten, Workshops, Diskussionen, Konzerten und mehr findet am Samstag, 28. Mai 2011 in Altdorf statt. Diesmal im Zentrum steht der Muotataler Juuz. Am Vorabend, Freitag, 27. Mai wird zu einem Muotataler Abend geladen. Der Vorverkauf läuft ab sofort. Jodlerinnen und Jodler, aber auch Interessierte welche mehr über die Jodel aus der Alpenregion erfahren möchten, kommen auf ihre Rechnung.

In Gebirgsregionen wie im Toggenburg, im Muotatal (Kanton Schwyz), im Appenzellerland oder auch im Berner Oberland wird intensiv gesungen – und vor allem auch gejodelt. Der Muotataler Juuz hat zwei bis drei Stimmen. Das sogenannte «Johle» im Toggenburg oder das «Zäuerli» und «Ruggusserli» von Appenzell sind mehrstimmige Naturjodel, die häufig spontan improvisiert werden.

tl_files/klangwelt/News/Bilder/jodelsymposium_2011_flyer.jpgIm vergangenen Jahr fand das erste Jodelsymposium im Umfeld des Klangfestivals «Naturstimmen» im Toggenburg statt – und war ein voller Erfolg. Mehr als einhundert Personen nahmen daran teil. Die Rückmeldungen von Teilnehmenden und Referenten war sehr gut.  In Zukunft soll das Symposium abwechselnd im Toggenburg (zusammen mit dem Klangfestival «Naturstimmen») und im darauffolgenden Jahr an einem anderen Ort im Alpenraum organisiert werden. Dabei werden die Initianten (Nadja Räss und Stephan K. Haller) versuchen mit dem Jodelsymposium verschiedene interessante Jodelregionen zu besuchen.

Ziel des Jodelsymposiums ist es, sich vertieft mit dem Jodeln im Alpenraum zu befassen, regionale Unterschiede kennen zu lernen und  zu erleben. Dies erfolgt einerseits über ein Konzert, aber auch durch diverse Workshops und Referate. Im Konzert sind Jodelinterpreten aus verschiedenen Jodelregionen zu hören. Auf dem «Marktplatz» werden Tonträger, Fachliteratur usw. zum Thema präsentiert und verkauft.

Das zweite Symposium ist dem Muotataler Naturjuuz gewidmet. Eigenarten des Muotataler Juuz sind die archaisch rufende Stimmgebung, der Gebrauch von Naturtönen und die Interpretationen der Sängerinnen und Sänger.

Muotataler Abend am Freitag
Am Freitag, 27. Mai findet ab 20 Uhr im Saal des Hotel Goldener Schlüssel in Altdorf ein «Muotataler Abend» statt. Auftreten werden Christian und Franziska Gwerder (Naturjodel und Jodellieder), Armin Ablondi (Schwyzerörgeli), Roman Schmidig und Urs Zehnder (Akkordeon), Theo Schmidig (Kontrabass und Klavier). Die Gäste dürfen sich auf einen urtümlichen, authentischen Muotatalerabend freuen.

Jodelsymposium am Samstag
Am Samstag, 28. Mai 2011 startet das Jodelsymposium um 9 Uhr (bis 17.30 Uhr) im Saal des Hotels Goldener Schlüssel. Workshops finden im nahegelegenen Haus der Volksmusik und dem Theater Uri statt. Referate von Gody Studer (Juror Eidgenössischer Jodlerverband), Peter Roth (Musiker, Komponist, Initiant KlangWelt Toggenburg), Peter Betschart (Lehrer und Kenner des Muotataler Juuz) und Hermann Fritz  aus Wien (Musiker, Musikwissenschaftler) stehen ebenso auf dem Programm wie Workshops von diversen Juuzern, die den Muoatataler Juuz pflegen, u.a. Toni Büeler und Cornelia Gwerder-Büeler, Konrad Schelbert und Walter Büeler, Bernhard Betschart und Christian Gwerder. Zudem werden Filmausschnitte aus «Jüüzli du Muotatal» von Hugo Zemp gezeigt und  Tonbandaufnahmen aus dem Jahre 1936, aus der Feldforschung von Wolfgang Sichardt zu hören sein. Abgeschlossen wird der Tag mit einem internen Konzert der Beteiligten und der Podiumsdiskussion unter der Leitung von Stephan K. Haller mit Toni Büeler, Gody Studer, Peter Betschart und Nadja Räss. Musikalische Zwischentöne gibt es von der Gruppe «Natur Pur».

Reservationen ab sofort
Tickets für das Jodelsymposium mit oder ohne Muotataler Abend können ab sofort via info@jodelsymposium.ch oder per Telefon: +41 (0)41 871 15 41 reserviert werden. Hotelreservationen können via Tourist-Info in Altdorf (Telefon +41 (0)41 874 80 00 oder info@uri.info) getätigt werden.

www.jodelsymposium.ch

 

Datum: 10.01.2011 09:09

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Unter dem Namen „KlangWelt Toggenburg“ werden seit 2003 Aktivitäten und Angebote zusammengefasst, welche die wichtigsten Formen der Musikkultur zwischen Säntis und Churfirsten in der Ostschweiz vermitteln: den Naturjodel, den Alpsegen, die Schellen als Elemente der Alpkultur und das Hackbrett als naturtöniges Saiteninstrument in der Tanzmusik. Kennzeichnend für diese einzigartige, in der einheimischen Bevölkerung stark verwurzelte Klangkultur sind die untemperierten Naturtöne, welche überraschende Verbindungen zu anderen Musikkulturen in Europa, Afrika und Asien herstellen. Gerade solche Brückenschläge zwischen lokaler und fremder Kultur, aber auch die Spannungsverhältnisse zwischen Tradition und Avantgarde, zwischen Spiritualität und Alltäglichkeit, zwischen freiem Experiment und strenger Form machen die Lebendigkeit von KlangWelt Toggenburg aus. KlangWelt Toggenburg bietet vielfältige Erlebnisse zum Thema Klang in Klangkursen, auf dem Klangweg, bei Klangfestivals und Konzerten, mit Klangwellness, in der Klangschmiede und in ein paar Jahren auch im Klanghaus am Schwendisee.