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«Die Welt ist Klang.»

Die Klangschmiede der Klangwelt Toggenburg ist gestern eröffnet worden. Mit Schmiede, Hackbrettwerkstatt und Klanglabor steht damit ein in der Schweiz einzigartiges Zentrum offen.

«Die Welt ist Klang.» Auch Regierungsrätin Katrin Hilber benutzte den Aphorismus bei der gestrigen Eröffnung der Toggenburger Klangschmiede. Sie ist Stiftungspräsidentin der Stiftung Klangwelt, die aus dem Verein Klangwelt entstanden ist und künftig die immobilen Objekte, vorerst die Klangschmiede und später das Klanghaus, verwaltet. Die Stiftung ist auf privater Initiative aufgebaut. Gönner, Mäzene und Vereinsmitglieder brachten das Kapital von 2,8 Millionen Franken zusammen, das nun in die Restauration des aus dem Jahr 1536 stammenden «Haus zur Mühle» in Alt St. Johann investiert wurde. Die Stiftungspräsidentin: «Es ist das Werk von vielen und ein Baustein auf dem Weg zum Klanghaus, das wir dann hoffentlich als nächstes für das Toggenburg realisieren können.»

Zwischen Toggenburg und Welt
Die Klangschmiede soll ein Kompetenzzentrum zur Vermittlung von Wissen und Kultur rund um den Klang sein – in bezug auf das Toggenburg, aber auch mit Bezug zur Welt. Klangwelt-Präsident Hans Büttikofer zog den Bogen weit: «Klangwelt ist heute nicht nur eine regionale, sondern auch national anerkannte Institution. Im Bereich Kultur, Natur, Spiritualität, inskünftig auch in der Forschung entwickelt Klangwelt europaweit einmalige Klangerlebnisse.» In dieser Zielsetzung sei die Klangschmiede ein Leuchtturm für das Toggenburg und den Kanton.

 

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Zur Eröffnung der Klangschmiede demonstrierte ein Schmied die Verformung einer «Rolle».

 

Ein eigenes Kraftwerk
Herzstück der Klangschmiede ist die vollständig eingerichtete Schmiede. In der Klangschmiede sollen künftig Schellen, Gongs und Klangschalen, aber auch Hackbretter und Halszithern gebaut und weiterentwickelt werden. In den oberen Stockwerken befinden sich Klanglabor, Seminarräume für den Wissenstransfer und Aufenthaltsräume für «Artists in Residence». Mechanische und elektrische Energie beziehen das Haus sowie weitere fünf Haushalte vom eigenen Wasserkraftwerk. Die Klangschmiede ist morgen Samstag und am Sonntag für das Publikum geöffnet.

Bild und Text: Michael Hug. Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung Verlag St.Galler Tagblatt

 


Datum: 01.07.2011 08:00

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Unter dem Namen „KlangWelt Toggenburg“ werden seit 2003 Aktivitäten und Angebote zusammengefasst, welche die wichtigsten Formen der Musikkultur zwischen Säntis und Churfirsten in der Ostschweiz vermitteln: den Naturjodel, den Alpsegen, die Schellen als Elemente der Alpkultur und das Hackbrett als naturtöniges Saiteninstrument in der Tanzmusik. Kennzeichnend für diese einzigartige, in der einheimischen Bevölkerung stark verwurzelte Klangkultur sind die untemperierten Naturtöne, welche überraschende Verbindungen zu anderen Musikkulturen in Europa, Afrika und Asien herstellen. Gerade solche Brückenschläge zwischen lokaler und fremder Kultur, aber auch die Spannungsverhältnisse zwischen Tradition und Avantgarde, zwischen Spiritualität und Alltäglichkeit, zwischen freiem Experiment und strenger Form machen die Lebendigkeit von KlangWelt Toggenburg aus. KlangWelt Toggenburg bietet vielfältige Erlebnisse zum Thema Klang in Klangkursen, auf dem Klangweg, bei Klangfestivals und Konzerten, mit Klangwellness, in der Klangschmiede und in ein paar Jahren auch im Klanghaus am Schwendisee.