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Ein entscheidendes Jahr für KlangWelt Toggenburg

KlangWelt Toggenburg wartet auf das Klanghaus. Untätig bleiben die Initianten dabei nicht. 2011 werde zum entscheidenden Jahr, sagte Präsident Hans Bütikofer an einer Orientierung anlässlich des Baus der neuen Klangschmiede.

Ein Jahr später als einst geplant wird Anfang April 2011 die Klangschmiede in Betrieb gehen, versprechen der Präsident der KlangWelt, Hans Bütikofer und der Künstlerische Leiter Peter Roth. Am Donnerstag luden sie zur Besichtigung der Baustelle und orientierten dabei über anstehende Projekte und strategische Ziele. Peter Roth zeigte die Entwicklung der KlangWelt auf: «1973–74 drei Kurse im Seegüetli, 2011 über 70 pro Jahr und bis zur Eröffnung des Klanghauses 2015 werden es mit Bestimmtheit über 100 sein.» 2011 werden in der Klangschmiede auch die ersten Kurse im Schellenschmieden und Hackbrettbau angeboten, so Roth.

 

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In der Alt St. Johanner Klangschmiede wird ab April 2011 ein Kompetenzzentrum für Schellenschmiederei und Hackbrettbau entstehen.


Klangschmiede im Zentrum
Die Klangschmiede steht zwar im Zentrum der momentanen Aktivitäten, doch das einzige aktuelle KlangWelt-Projekt ist sie nicht. Hans Bütikofer: «Wir sind uns im klaren darüber, dass die Angebote und Aktivitäten der KlangWelt weiterentwickelt werden müssen. Wir haben etwa beim Klangweg Anliegen für eine Erweiterung. » Der Klangweg sei ausserordentlich beliebt, sagte Bütikofer, 36 000 Personen seien ihn 2010 gegangen. «Im kommenden Jahr werden wir uns auch vermehrt mit der Klangforschung, die in der Schweiz noch keine grosse Ausbreitung erfährt, auseinandersetzen. KlangWelt Toggenburg soll sich als internationales Kompetenzzentrum zum Thema Klang etablieren.»

Modernes Labor
Klangforschung soll vorläufig in der Klangschmiede stattfinden. Im dortigen Klanglabor könne dem Klang mit modernsten Messgeräten begegnet werden. Am Rande der Presseorientierung dementierte Peter Roth Gerüchte, die anlässlich seiner Pensionierung die Runde machten: «Nur weil ich seit einem Jahr die AHV erhalte, werde ich nicht kürzertreten.» Roth verweist auf das in der Projektphase stehende Klanghaus und auf die Klangschmiede sowie auf das Naturstimmenfestival 2012. Wegen der Konzentration auf die Klangschmiede, so Roth, falle das ursprünglich im Zweijahresturnus vorgesehene Saitenwindfestival 2011 aus.



Text und Bild: Michael Hug. Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung Toggenburger Verlag.

 

Datum: 13.12.2010 08:48

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Unter dem Namen „KlangWelt Toggenburg“ werden seit 2003 Aktivitäten und Angebote zusammengefasst, welche die wichtigsten Formen der Musikkultur zwischen Säntis und Churfirsten in der Ostschweiz vermitteln: den Naturjodel, den Alpsegen, die Schellen als Elemente der Alpkultur und das Hackbrett als naturtöniges Saiteninstrument in der Tanzmusik. Kennzeichnend für diese einzigartige, in der einheimischen Bevölkerung stark verwurzelte Klangkultur sind die untemperierten Naturtöne, welche überraschende Verbindungen zu anderen Musikkulturen in Europa, Afrika und Asien herstellen. Gerade solche Brückenschläge zwischen lokaler und fremder Kultur, aber auch die Spannungsverhältnisse zwischen Tradition und Avantgarde, zwischen Spiritualität und Alltäglichkeit, zwischen freiem Experiment und strenger Form machen die Lebendigkeit von KlangWelt Toggenburg aus. KlangWelt Toggenburg bietet vielfältige Erlebnisse zum Thema Klang in Klangkursen, auf dem Klangweg, bei Klangfestivals und Konzerten, mit Klangwellness, in der Klangschmiede und in ein paar Jahren auch im Klanghaus am Schwendisee.