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Schönes erhalten – Nützliches hinzufügen

Alt St.Johann: Das « Haus zur Mühle» wird zur «Klangschmiede» umgebaut – gutmütig...

Man sieht es schon von weitem, das «Haus zur Mühle» ist eingerüstet. Die gelbe Farbe wurde entfernt, im frischen Weiss sieht das Gebäude aber trotz Gerüst grösser aus. Geschindelt wird auf drei Seiten des schmucken Hauses. Doch was wird aktuell gemacht? Ein Besuch auf der Umbau-Baustelle.

Es riecht nach Gips, ein Fachmann aus Norddeutschland ist im Erdgeschoss daran, von Hand die Steine vom Übergang von der Wand zur Decke zu bearbeiten – bei dieser Renovation ist Handwerk im wahrsten Sinne des Wortes gefragt. An der Decke ist noch ein Teil der alten Transmissionsanlage sichtbar, genauso wie die Öffnung, wo zuvor das Wasser hergeleitet wurde. «Es ist ein sanfte – ich würde sogar sagen eine gutmütige – Renovation» , erzählt Projektleiter Alois Ebneter. «Hier wird die Schmiede eingerichtet werden, die Böden sind bereits bearbeitet und der Putz entfernt, damit das Mauerwerk trocknen kann – aber danach wird wieder verputzt.»

4,6 Meter Wasserfall
Steht man draussen, so fällt unmissverständlich auf, dass es das Wasser ist, das derzeit den Klang vorgibt. Wie bisher, wird auch nach der Umnutzung zur Klangschmiede, die Wasserkraft genutzt: «Die Höhendifferenz beträgt 4,6 Meter. Wir werden ein oberschlächtiges Wasserrad einbauen und via Transmissionsanlage Strom erzeugen» , erklärt Ebneter. Was zu viel erzeugt würde, werde ins Netz eingespiesen. «Das Wasser kommt übrigens vom Zwinglipass.» Das neue Wasserrad sei aus Metall, nicht aus Holz. Holz eigne sich nicht so ideal wie Metall und würde mehr Unterhalt bedeuten. «Wir wollen zwar Altes zeigen, doch auch Altes mit Neuem und Nützlichem verbinden – beim Wasserrad werden wir so die Kraft optimal nutzen können.»

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Projektleiter Alois Ebneter im «Tapetenmuster-Zimmer»: Schönes wird – auch wenn nur in Teilstücken möglich – erhalten.




Anno 1561 gerügt
Geht man im Parterre weiter kommt man zum zukünftigen Shop. Hier steht der Amboss bereits bereit. Zuvor war in diesem Raum der Bäckerei-Laden. Im ersten Stock, gleich oberhalb des Ladens, wird die  Holzwerkstatt eingerichtet werden. Hackbretter sollen hier hergestellt werden. 1561 rügten die St.Galler den damaligen Müller, er habe in diesem Zimmer unerlaubterweise einen Backofen – er dürfe diesen aber nur auf Zusehen stehen lassen. «Erst jetzt ist dieser Ofen entfernt worden.» Alois Ebneter schmunzelt.

Im zweiten Stock sieht zwar auch alles noch nach Baustelle aus, doch hier hat es einen Raum – früher war es das Schlafzimmer – in dem man zum Teil äusserst schöne Tapetenstücke entdeckt hat. «Was möglich ist, werden wir erhalten – auch nur Teilstücke – diese Tapeten zum Beispiel haben ja wirklich etwas Reizvolles an sich» , so Ebneter. Ob man im Zeitplan sei oder hat Unvorhergesehenes den Umbau verzögert, was bei solchen Unterfangen ja nicht selten der Fall ist? Für Alois Ebneter keine Frage: «Bis jetzt läuft alles rund – am Wochenende vom 2. und 3. April 2011 werden wir die Eröffnung feiern.»


Text und Bild: Christina Buchser. Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Toggenburger Nachrichten.



Datum: 15.10.2010 15:13

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Unter dem Namen „KlangWelt Toggenburg“ werden seit 2003 Aktivitäten und Angebote zusammengefasst, welche die wichtigsten Formen der Musikkultur zwischen Säntis und Churfirsten in der Ostschweiz vermitteln: den Naturjodel, den Alpsegen, die Schellen als Elemente der Alpkultur und das Hackbrett als naturtöniges Saiteninstrument in der Tanzmusik. Kennzeichnend für diese einzigartige, in der einheimischen Bevölkerung stark verwurzelte Klangkultur sind die untemperierten Naturtöne, welche überraschende Verbindungen zu anderen Musikkulturen in Europa, Afrika und Asien herstellen. Gerade solche Brückenschläge zwischen lokaler und fremder Kultur, aber auch die Spannungsverhältnisse zwischen Tradition und Avantgarde, zwischen Spiritualität und Alltäglichkeit, zwischen freiem Experiment und strenger Form machen die Lebendigkeit von KlangWelt Toggenburg aus. KlangWelt Toggenburg bietet vielfältige Erlebnisse zum Thema Klang in Klangkursen, auf dem Klangweg, bei Klangfestivals und Konzerten, mit Klangwellness, in der Klangschmiede und in ein paar Jahren auch im Klanghaus am Schwendisee.